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Die Hauptschule nach der Definition des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur (BMUKK)

Hauptschulen

Die Hauptschule hat die Aufgabe, innerhalb von vier Jahren eine grundlegende Allgemeinbildung zu vermitteln. Sie soll Schülerinnen und Schüler je nach Interesse, Neigung, Begabung und Fähigkeit auf das Berufsleben vorbereiten und sie zum Übertritt in mittlere und höhere Schulen befähigen.

Auf die Verbindung von Praxis und Theorie sowie auf Lebensnähe des Unterrichts (" learning by doing ") wird besonderer Wert gelegt. Dadurch wird eine solide Basis für den weiteren Schul- und Berufsweg der Jugendlichen geschaffen.

Um den Unterricht effizient gestalten zu können, werden an Hauptschulen in den Gegenständen Deutsch, Mathematik und Lebende Fremdsprache Schülergruppen gebildet, in denen auf die unterschiedliche Leistungsfähigkeit und das unterschiedliche Arbeitstempo der Schülerinnen und Schüler eingegangen wird.

Jede Schule hat die Möglichkeit, in einem bestimmten Rahmen ihr Angebot an Pflichtgegenständen, Freigegenständen und unverbindlichen Übungen speziell auf ihre Situation auszurichten. Dabei kann sie auch eigene schulautonome Lehrpläne erlassen. Auf diese Weise bilden sich Standorte mit einem eigenen Profil oder einem speziellen Schwerpunkt heraus (z.B. Fremdsprachen, musisch-kreativer Bereich, Sport, naturkundlich-technischer Bereich, Ökologie, Informatik etc.).

Überdies gibt es Sonderformen von Hauptschulen mit deutlich verstärktem Angebot im sportlichen und musikalischen Bereich.

In der 3. und 4. Klasse erfolgt verstärkt Vorbereitung auf die Berufs- und Arbeitswelt: einerseits in den einzelnen Pflichtgegenständen, anderseits durch die verbindliche Übung "Berufsorientierung " sowie durch berufspraktische Tage, Lehrausgänge und Exkursionen.

Den Absolventinnen und Absolventen der Hauptschule stehen alle weiterführendenden Schulen offen. Derzeit streben 40 Prozent der Hauptschulabsolventinnen und Hauptschulabsolventen (größtenteils nach Absolvierung der Polytechnischen Schule) eine Lehrausbildung an, ein Fünftel besucht eine berufsbildende mittlere Schule, ein Viertel eine berufsbildende höhere Schule und ca. 6 Prozent eine AHS-Oberstufe.

Zusammen mit der Polytechnischen Schule erhalten Hauptschulabgängerinnen und Hauptschulabgänger durchschnittlich 700 Stunden Englischunterricht . Für leistungsstarke Hauptschüler soll im Rahmen der Autonomie und durch Freigegenstände ein zusätzliches Angebot einer zweiten lebenden Fremdsprache ermöglicht werden.

Die Lehrplanautonomie wird von den Hauptschulen überdurchschnittlich häufig dafür genützt, das Fremdsprachenausmaß zu erhöhen.

© Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (BMUKK)

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