Kopflaus - Pediculus humanus capitis
In früheren Jahrhunderten und Jahrzehnten war die Kleiderlaus die häufigste Läuseart. Epidemieartig hat sie sich dann ausgebreitet, wenn viele Menschen auf engem Raum waren, ohne die Möglichkeit, sich und ihre Kleider genügend zu waschen. Ideale Voraussetzungen fanden sich vor allem bei militärischen Feldzügen, Umweltkatastrophen und in Gefängnissen und die in unseren Breiten fast verschwundene Kleiderlaus konnte sich ungehindert vermehren und auch Krankheiten übertragen. Unter diesen Krankheiten war besonders das Fleckfieber gefürchtet, dessen Auftreten in der Geschichte manchen Krieg, unabhängig von Truppenstärke und Aufrüstung, entschied.
Kopflaus (Pediculus humanus capitis)
Auch die Kopflaus ist seltener zu beobachten als noch anfangs Jahrhundert, aber Ende der 60er Jahre ist sie zuerst wieder in Kommunen und später epidemieartig in den Schulen aufgetreten. Die Gründe dafür sind weitgehend unbekannt. Als begünstigende Faktoren werden die längere Haartracht beider Geschlechter, Migration, ausgedehnter Tourismus und die Entwicklung von Resistenzen gegenüber den verwendeten Insektiziden genannt. Aber glücklicherweise stellt der Lausbefall heute kein echtes Gesundheitsproblem mehr dar, durch die Laus übertragbare Krankheiten sind nicht mehr aufgetreten. Dennoch ist die Beeinträchtigung des Wohlbefindens, abhängig von der Parasitendichte, recht erheblich.
Die Filzlaus gewinnt im Rahmen der allgemeinen Zunahme von sexuell übertragbaren Krankheiten an Bedeutung. Der relative Anteil der Filzlaus unter Läuseträgern ist um ein Vielfaches gestiegen.
Diese Abbildung zeigt den Lebenszyklus der Läuse (saugende Läuse)
