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(Mini)-Demonstration nahe der Flüchtlingssammelstelle in Spielfeld

Eine Demonstration nahe der Flüchtlingssammelstelle in Spielfeld richtete sich gegen die Regierung und die "Scheiß-EU", wie es in den Sprechchören hieß.

Gefordert wurden Grenzzäune und die Realisierung der ‚Festung Europa‘.

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Angstschreie der ‚demokratischen Mitte‘? Zu früh abgedrückt – später trommelt er (vielleicht) auf den Brustkorb?!

Von der Polizei genehmigt wurde aber nur eine der ursprünglich drei geplanten Kundgebungen, die sich vor Ort dann teilweise zusammen schlossen und mit rund 500 Personen deutlich unter der erwartenden Zahl an Teilnehmenden lag.

Unter den fahnentragenden „Patrioten“ befanden sich sowohl Einwohnerinnen und Einwohner aus Spielfeld, als auch besorgte Bürger, die extra aus verschiedenen Bundesländern angereist waren und die ihre Angst vor Flüchtlingen auf mitgebrachten Transparenten artikulierten. Auch eine Gruppe der sogenannten "Identitären Bewegung", die von zahlreichen Expertinnen und Experten als rechtsextrem eingestuft wird, war anwesend. 

Ein vorbeifahrender Bus mit Hilfesuchenden wurde laut ausgebuht - wahrhaft eine mutige, geradezu heldenhafte Tat.

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Entschlossen ängstlich gegen die Gefahr!

Der Protestmarsch zog vom Bahnhof Spielfeld-Straß aus, vorbei am örtlichen Gemeindehaus auf die B67 wo zahlreiche Busse auf den Weitertransport von Flüchtlingen warteten.

Ein vorbeifahrender Bus mit Hilfesuchenden wurde dabei laut ausgebuht.

Auch mehrere ausgestreckte Mittelfinger waren zu sehen. Die kurze Begegnung, kurz davor, mit einer Gruppe von Gegendemonstranten, die "Refugees Welcome"-Plakate hoch hielten verlief friedlich.

Sympathie-Bekundungen gab es hingegen von dem in der Region beliebten Biker-Treff Las Legas aus, das sich kurz vor dem Ziel des Protestmarsches befindet, dem Grenzübergang, wo eine Polizeiabsperrung die letzten 50 Meter vor der Sammelstelle sicherte.

In Rufweite zu den Flüchtlingen skandierten die Demo-Teilnehmenden dann

„Heimat, Freiheit, Tradition. Multikulti Endstation",

„Festung Europa. Macht die Grenzen dicht", (Danke, Frau Innenministerin)

oder auch in bekannter PEGIDA-Manier:

"Wir sind das Volk". 

Bundesparteiobmann der (Kleinst)-‚Partei des Volkes‘ Thomas Kirschner, der wegen der Verwendung von NS-Propagandamaterial angezeigt wurde.

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500 Ängstliche und davon noch einige aus anderen Bundesländern zum Helfen beim Ängstlich sein geholt!

Einer der Kundgebungs-Redner und zugleich Mit-Organisator war der Bundesparteiobmann der (Kleinst)-"Partei des Volkes" Thomas Kirschner, der erst im September im Zuge der Bewerbung einer Veranstaltung in Graz wegen der Verwendung von NS-Propagandamaterial angezeigt wurde.*

Damals hatte er noch zum Bürgerkrieg aufgerufen und von Graz als "Stadt der Volkserhebung" gesprochen. Bei seiner Rede am Samstag jedoch war seine Wortwahl um einiges überlegter. Deutlichere Worte fand der gebürtige Bayer Frank Arm, der in seinem Rundumschlag gegen die Politik forderte, die Regierung müsse "gestürzt" werden. * * Zum Abschluss wurde ein letztes Mal noch die Bundeshymne gesungen, die Liedtexte wurden vorher unter den Leuten verteilt.

Wohl auch deshalb, damit niemand versehentlich die aktuelle Version singen wird.

* natürlich gilt die Unschuldsvermutung, wegen so einem möchten wir keine Strafe ausfassen!

* * Ob die großen Helden dies auch in der Türkei oder in Saudi-Arabien verlangen würden? Was aber schon verwundert ist, dass hierzulande kein einziges einschlägiges Gesetz angewendet wird. Vielleicht eh besser, keine Märtyrer zu "generieren", auch wenn ich nicht denke, dass es erlaubt sein sollte, zum Bürgerkrieg und zum STURZ der Regierung (in einer Demokratie) aufzurufen.

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‚Demokratische Mitte‘? Physikalisch kann die Mitte nicht außerhalb liegen.

Diesen Beitrag veröffentlichen wir bewusst anonym, ebenso die in Spielfeld gemachten Bilder. Wir wollen nicht, dass jemand von gewaltbereiten Idioten belästigt wird. Als Heinz Rüdisser habe ich kein Problem damit, mich öffentlich zu positionieren. Als Geschäftsführer, haftbar und verantwortlich für das Unternehmen, das hinter INFOGRAZ.at steht, obliegt es mir, Blogbeiträge inhaltlich zu bewerten und ggf. die Veröffentlichung aus ethischen... und anderen Gründen zu unterbinden. Indem rechtsradikales Gedankengut auf INFOGRAZ.at keinen Platz findet, trage ich nicht nur Mitarbeitenden sondern auch dem Großteil der Portalbesucher / Portalbesucherinnen Rechnung!

In meinem Alter fürchtet man sich nicht mehr vor irregeleiteten Rowdies.

Falls jemand wirklich die Idee hat, uns zu besuchen – eine gute Alarmanlage und ein paar zusätzliche Maßnahmen beruhigen mich komplett.

An sich müsste man diesen Zwergenauflauf ja ignorieren– andrerseits ergibt es die Möglichkeit einiges aufzuklären, über das sich weniger aufgeklärte Menschen (das ist keinesfalls wertend gemeint) leider durch Fehlinformationen ängstigen. Solcherlei Schwachsinn hört man als "Normalo" nur bei diesen Aufläufen. Da hat die Obrigkeit eine Chance vertan: bei der geringen Teilnehmeranzahl hätten sie es organisieren können, dass jede und jeder persönlich einen Flüchtling kennenlernt – die meisten würden dadurch wohl vom Saulus zum Pauls.

Hätten wir mehr Polizisten und Polizistinnen (nichts, nach dem mir der Sinn wirklich steht), wäre dies eine gute Gelegenheit gewesen. 500 Demonstrierende einzeln mit je einem Flüchtling bekannt zu machen. Zuhören lassen, wie es ihm/ihr geht und ging und es hätte sich, da bin ich sicher, wieder bewahrheitet:

Angst macht vor allem das, was man nicht kennt.

Denn abgesehen von ein paar Zündlern werden sicher auch Menschen demonstriert haben, die wirklich Angst haben mir fehlt die Fantasie, wovor!

Außerdem gibt es Sprüche, die mir hier einfallen, nicht ganz ernstgemeint, aber durchaus ernst zu nehmen:

 

„Auch Zwerge haben klein angefangen“ (ein surrealistisches Filmdrama aus dem Jahr 1970 von Werner Herzog)

und den Rest bestreitet der große Österreicher Karl Kraus:

„Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen auch Zwerge lange Schatten“

 

„Bildung ist das, was die meisten empfangen, viele weitergeben und wenige haben."

 

"Ich habe mich mein Lebtag geschämt, ein Österreicher zu sein, und nie mich dieser Scham geschämt, wissend, dass sie der bessere Patriotismus sei."

 

Den letzten Spruch kann ich nicht ganz nachvollziehen, fremdschämen ist nicht meins. Österreich ist ein tolles Land und das soll es auch bleiben – der Zufall hat es mit uns sehr gut gemeint! Ich glaube nicht wirklich an die fantastischen Eigenschaften der einzelnen Nationen oder Völker  – dass es uns heute so gut geht, ist in erster Linie dem zu danken, dass die Länder, die unsere Vorfahren verwüstet und geschändet haben, uns nach dem Krieg wieder auf die Beine geholfen haben. Jetzt ist die Stunde da, wo wir ein kleines bisschen zurückgeben können.

Abgesehen davon sind wir nur (und das nur manche) reich, weil die, die kommen, arm sind durch unsere jahrhundertelang gepflegte „christliche Nächstenliebe“!

Die Bilder des Faschingsumzugs (da sind die Demonstrierer ein einziges Mal ihrer Zeit voraus – der Fasching beginnt erst am 11.11.) finden Sie unter „Demonstration in Spielfeld“.


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